Früh übt sich, wer Unternehmer werden will

Das "FINALE" des Gründungsspiels "Ideen machen Schule 2019/2020"

Vormittags Mathe und Deutsch, nachmittags Finanzpläne berechnen und Bankgespräche führen: So sah für rund 800 Schülerinnen und Schüler der Alltag von Oktober 2019 bis Anfang März 2020 aus. Als Teilnehmer des Gründungsspiels „Ideen machen Schule“ der Hans Lindner Stiftung schlüpften sie während der Projektlaufzeit in die Rolle des Unternehmers.Wie reale Existenzgründer erarbeiteten sie Marketingpläne und Finanzierungsmöglichkeiten, Vertriebskonzepte und Versicherungsangebote. „Das Besondere an ‚Ideen machen Schule‘ ist der enge Bezug zwischen Schule und Wirtschaft“, erklärt Brigitte Urlberger. Um an alle relevanten Informationen zu gelangen, vereinbarten die Nachwuchs-Unternehmer Termine bei Banken, Steuerberatern, Versicherungen, Marketingagenturen und anderen gründungsrelevanten Institutionen. „Dadurch lernen Sie die Wirtschaft kennen und es entstehen erste Kontakte, die für ein späteres Praktikum oder eine Ausbildung nützlich sein können“, so Urlberger.

Begegnung zwischen Schule und Wirtschaft

Wirtschaftliche und öffentliche Beratungseinrichtungen standen den Nachwuchs-Unternehmern zur Seite, um sie zu gründungsrelevanten Themen zu beraten. Die regionalen Partner (Mittelbayerische Zeitung Regensburg, Völkl Sports GmbH & Co.KG Straubing, ITC1 Deggendorf, Lindner Group Arnstorf, Sparkasse Rottal-Inn, Sparkasse im Landkreis Cham, Landkreis Schwandorf, Sparkasse Regen-Viechtach, BMW Werk Landshut, Landkreis Cham, Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz, Stadt Passau, sowie die Kreisverbände der VR-Banken in den Landkreisen Rottal-Inn und Dingolfing-Landau) sponserten und unterstützten „Ideen machen Schule“ tatkräftig.

Der Weg zum Finale

Wie bei einer echten Existenzgründung ist auch bei „Ideen machen Schule“ die fundierte Ausarbeitung des Businessplans der Weg zum Erfolg. Parallel zum regulären Unterricht stellten sich die Schülerinnen und Schüler neuen Herausforderungen und mussten unternehmerisches Denken und Handeln beweisen. Tatkräftig unterstützt wurden die Teilnehmer dabei durch ihre Betreuungslehrer, aber auch durch ihre Familien. Die - noch vor dem Lockdown – eingereichten Konzepte, wurden von einer Fachjury aus Wirtschaft und Behörden bewertet. Durch das Regionalranking, das im Juni 2020 aufgestellt wurde, konnten die besten Teams aus allen acht Spielregionen (Rottal-Inn/Dingolfing-Landau, Straubing, Neumarkt i. d. Oberpfalz, Landshut, Regensburg/Kelheim, Cham, Deggendorf-Regen und Passau/Freyung-Grafenau) ermittelt werden.

Die 20 besten Teams (Erstplatzierte und beste Zweiplatzierte aller Spielregionen) qualifizierten sich für das Final-Ranking. Da die Teams in diesem Jahr nicht die Möglichkeit einer „Bühnenpräsentation“ hatten, konnten uns die Schüler eine kleine Botschaft zu folgender Frage senden:

Was macht euer Unternehmen / eure Idee besonders?“

Die Teams konnten ihre Gedanken verpackt in einem Video (max. 1 Minute), Sprachnachricht (max. 1 Minute) oder als kreativen Einseiter bei der Hans Lindner Stiftung einsenden.

Die eingereichten Botschaften wurden anschließend von einer Jury bewertet. Die Teams durften sich nochmals über eine Finalprämie, insgesamt 5.500 €, gesponsert durch die Hans Lindner Stiftung, freuen.

Die Preisträger der Juniorstaffel: 
1. Platz  Modern3       Gymnasium Dingolfing    
2. Platz  MIDORI        Gymnasium Seligenthal Landshut
3. Platz  Copo             Ursulinen-Gymnasium Straubing

Die Preisträger der Seniorstaffel: 
1. Platz  MiLaNi GbR  BSZ M. Runtinger Regensburg
2. Platz  DrawTech      Burkhart-Gymnasium Mallersdorf-Pfaffenberg
3. Platz  FILL IN`         Auersperg-Gymnasium Passau-Freudenhain 

Die beiden Finalsieger (Junior- und Seniorstaffel) bekamen jeweils noch eine Sonderprämie, gesponsert durch die Hans Lindner Stiftung. So gab es für die Sieger der Juniorstaffel, das Team „Modern3“, Gutscheine für den Bayernpark. Die Gewinner der Seniorstaffel, das Team „MiLaNi GbR Regensburg“, bekamen „Altstadt-Zehner“ der Altstadt Regensburg in Höhe von insgesamt 150,00 €.

Zum dritten Mal in Folge wurde in diesem Jahr das nachhaltigste Konzept mit einem Preisgeld von 150,00 € ausgezeichnet. Den Preis durfte in diesem Jahr das Team „plogg a plant“ des Anton-Bruckner-Gymnasiums Straubing entgegennehmen.

(Idee: Es handelt sich dabei um eine App für umweltbewusste Jogger. Der Nutzer nimmt bei seiner Jogging-Runde eine „Plogg a Plant“-Tasche mit, lässt sich anhand der App eine Route erstellen, kann den Müll einsammeln und am Ende der Strecke an einer örtlichen Müllentsorgungsanlage abgeben. Das hilft nicht nur der Umwelt, sondern variiert auch das Workout und verbessert das Laufergebnis).

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