IfM Bonn: Pandemie führte in vielen Branchen zur Abnahme gewerblicher Gründungsaktivitäten

Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) weist in seinem Forschungsnewsletter vom 15. März 2021 darauf hin, dass im letzten Jahr die Anzahl der gewerblichen Existenzgründungen pandemiebedingt insbesondere im Gastgewerbe (-20,6 Prozent), in den sonstigen personenbezogenen Dienstleistungen (-20,2 Prozent) sowie im Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung (-19,7 Prozent) gesunken ist.

Im Baugewerbe ging die Anzahl der Existenzgründungen zwar auch um 23,6 Prozent gegenüber 2019 zurück – vorwiegend jedoch aus einem anderen Grund: die Wiedereinführung der Meisterpflicht in einigen Gewerken zu Beginn des Pandemiejahres. Aber auch Einschränkungen bei der Einreise aus dem Ausland gerade im Frühjahr 2020 dürfte ausländischen Gründern, die in diesem Wirtschaftszweig stark vertreten sind, die Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit erschwert haben.

Ein deutliches Plus an gewerblichen Existenzgründungen verzeichnete das Gesundheits- und Sozialwesen (+21,3 Prozent). Insgesamt lag die Anzahl der gewerblichen Existenzgründungen mit 235.000 um 11,7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Da die Anzahl der gewerblichen Unternehmensschließungen (224.000) sogar um 18,9 Prozent sank, war 2020 erstmals seit 2011 wieder ein positiver gewerblicher Existenzgründungssaldo – die Differenz aus Existenzgründungen und Unternehmensschließungen – zu verzeichnen. 

Die zitierten Ergebnisse des IfM können Sie hier abrufen: IfM Bonn

Quelle: startothek-News vom 19.03.2021

Zurück