Wenn Netzwerk einfach gut funktioniert!

Groß war der Schock bei Familie Wallner, als der Sohn vor 10 Jahren von einer Minute auf die andere aus dem Leben gerissen wurde. Die damals 75 jährige Mutter, die selbst mit Leib und Seele Landwirtin war, den Betrieb aber schon einige Jahre an den Sohn übergeben hatte, stand plötzlich wieder voll in der Verantwortung für den landwirtschaftlichen Betrieb. Unterstützt wurde sie dabei natürlich so gut es ging von ihren drei Töchtern, doch auf Dauer musste eine andere langfristig tragbare Lösung gefunden werden.

Als sich damals die Möglichkeit bot, die Landwirtschaft an einen benachbarten Landwirt zu verpachten, nahm die Familie Wallner diese gerne an. Gut hatte sich der Pächter in den vergangenen Jahren um die Hofstelle und die Flächen gekümmert und diese sorgfältig bewirtschaftet. Nachdem dieser aber nun selbst in Rente ging, machte sich Familie Wallner abermals auf, um eine neue Lösung zu finden. In ihnen war in der Zwischenzeit der Wunsch gewachsen den Betrieb auf ökologischen Landbau umzustellen, war dies ja eigentlich auch der große Traum des verstorbenen Bruders gewesen. Familie Wallner wandte sich daher an die ländliche Familienberatung der Diözese Passau, welche sie an das Landwirtschaftsamt in Passau weiterleitete. Dank eines wunderbar funktionierenden Netzwerks wurde die Familie an Albert Eckl von der Hans Lindner Stiftung weiterempfohlen. Die Hans Lindner Stiftung hat sich bereits seit mehreren Jahren das Thema Tierwohl auf die Fahnen geschrieben und bietet Beratung im Bereich Biolandwirtschaft an. Herr Eckl wusste hier sofort Rat und stellte unter anderem Kontakt zu Lioba Degenfelder von der Initiative A.ckerwert her. Lioba Degenfelder bot der Familie Wallner kostenlose Beratungsleistung über die Möglichkeiten der Bewirtschaftung ihrer Flächen, sowie mögliche Förderprogramme. In der Familie Retzer fanden die Wallners den passenden Pächter für ihre Flächen sowie die landwirtschftlichen Gebäude und den Stall. Außerdem holte Frau Degenfelder noch den Landschaftspflegeverband Straubing mit ins Boot. Dieser hatte sowohl für die Eigentümer als auch die Pächterfamilie viele wichtige Informationen zu den Förderprogrammen Vertragsnaturschutz und Heckenpflanzen parat. Abschließend waren sich drei Generationen der Familie Wallner als Flächeneigentümerinnen einig: Das ist eine hervorragende Lösung!

 

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