Kleinselbständige zahlen ab 2019 weniger!

Auch Kleinselbstständige profitieren ab Januar 2019 von dem neuen Versichertenentlastungsgesetz. Die Mindestbemessungsgrundlage für freiwillig Versicherte und Selbstständige sinkt zum Jahreswechsel.

Auch Kleinselbstständige profitieren ab Januar 2019 von dem neuen Versichertenentlastungsgesetz. Die Mindestbemessungsgrundlage für freiwillig Versicherte und Selbstständige sinkt zum Jahreswechsel von  2.283,75 EUR auf 1.038,33 EUR. Damit verringert sich der Mindestbeitrag zur Krankenversicherung für hauptberuflich Selbstständige um mehr als die Hälfte von rund 360 EUR auf rund 156 EUR. Bei Einnahmen oberhalb der Mindestbemessungsgrenze werden weiterhin die tatsächlichen Einnahmen zur Berechnung der Beiträge herangezogen.

Doch die Neuregelung bietet laut Bundesgesundheitsministerium noch mehr Vorteile. Zusätzlich entfällt der Nachweis, ob eine haupt- oder nebenberufliche Selbstständigkeit vorliegt. Damit will Spahn zusätzlich Bürokratie abbauen. Die Krankenkassen hatten vorher immer prüfen müssen, ob jemand vollständig selbstständig ist oder zusätzlich einen festen Job hat. Im Übrigen gilt für Selbstständige jetzt die gleiche Grenze wie für alle anderen freiwillig Versicherten, zum Beispiel Rentner oder Studierende. Grund für die Senkung war die oft hohe Belastung für Selbstständige, die sich gesetzlich versichern wollten. Kleinselbstständige
oder auch Existenzgründer seien damit oft überfordert gewesen.
Den Beitrag müssen Selbstständige, anders als Angestellte, schließlich allein tragen. Hauptberuflich Selbstständige, die bereits bei ihrer Krankenkasse als freiwillig versichert eingestuft sind, brauchen aber nach
Auskunft des Spitzenverbandes der GKV nicht aktiv werden. Die Krankenkassen werden selbstständig prüfen, ob für die Versicherten die neue Mindestbemessungsgrenze anzusetzen sei. Liegt das Einkommen zwischen der alten und der neuen Bemessungsgrenze, wird die Krankenkasse das mithilfe des letzten Steuerbescheids prüfen. Der Beitrag wird dann dem Einkommen entsprechend geringer angesetzt.

Seit dem 1. Januar 2018 werden bei Selbstständigen, die gesetzlich versichert sind, die Beiträge auf der Grundlage des zuletzt erlassenen Einkommensteuerbescheides vorläufig festgesetzt. Stehen die tatsächlich erzielten beitragspflichtigen Einkünfte fest, werden die Beiträge endgültig bestimmt. Dann kann es zu Erstattungen, aber auch zu Nachforderungen kommen.

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